Wenn Schadstoffe und Gerüche die Sanierung eines Fertighauses erfordern

Fertighäuser, die bereits vor mehreren Jahrzehnten erbaut wurden, können durch eine Sanierung wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden. In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen an Immobilien, zum Beispiel durch die Richtlinien der EnEV (Energieeinsparverordnung), stark verändert. Zudem stehen neue Dämmtechniken zur Verfügung, mit deren Hilfe der Energieverbrauch und damit die laufenden Kosten für ein Gebäude gesenkt werden können. Auch der generelle Werterhalt ist ein Aspekt, den wir bei der Gebäudesanierung stets berücksichtigen.

Wann sollte eine Feststellung der Schadstoffe erfolgen?

Ein Grund, das Haus auf Schadstoffe überprüfen zu lassen, kann ein muffig-schimmeliger Geruch sein. Planen Sie eine generelle Modernisierung oder Sanierung Ihres Gebäudes aus den 60er und 70er Jahren, empfiehlt sich eine vorherige Schadstoffuntersuchung. Diese ist außerdem anzuraten, möchten Sie ein älteres Fertighaus kaufen. Insbesondere dann, wenn Ihnen bekannt ist, dass Holzschutzmittel oder Weichmacher in den verbauten Materialien beinhaltet sind.

Möglicher Hinweis auf Schadstoffe: muffig-schimmelige Raumluft

Neben Modernisierung und Kostensenkung kann die Sanierung eines Fertighauses erforderlich werden, wenn sich im Laufe der Zeit ein unangenehmer Geruch bemerkbar macht. In Immobilien, insbesondere mit Baujahr in den 70er Jahren, wurden teilweise konstruktive Holzbauteile mit gesundheitsschädlichen Schutzmitteln verbaut. Sie können Formaldehyd, Lindan oder PCP enthalten, deren Grenzwerte erst im nächsten Jahrzehnt festgelegt wurden. Letzteres ist in Deutschland seit dem Jahr 1989 verboten.

Muffige Geruchsbelästigung kann verschiedene Ursachen haben, darunter Schimmelpilzprobleme, die beispielsweise durch einen Wasserschaden entstanden sind. Zudem können Mikroorganismen Holzschutzmittel wie PCP zersetzen, wodurch Chloranisol freigesetzt wird.

Ob Sie in einem Fertighaus oder einer massiv gebauten Immobilie wohnen – ein muffiger Geruch kann überall entstehen und beeinträchtigt die Wohnqualität teilweise enorm. Die Ursachen dafür können vielfältig sein, darunter

  • mikrobieller Abbau von chlorierten Phenolen in Holzschutzmitteln oder
  • Schimmelbefall durch Feuchtigkeit im Haus.

Bei älteren Fertighäusern wurden tragende Holzbauteile grundsätzlich imprägniert. Gesetzliche Auflagen und der Stand der Technik ließen den Baufirmen damals keine Wahl. Heute weiß man, dass die für den Geruch verantwortlichen Chloranisole durch ein Zusammenspiel von Holzschutzmittel und längerer Feuchtigkeit entstehen.

Untersuchungsbericht des Bremer Umweltinstituts

Sind Chloranisole am Geruch erkennbar?

In der Regel erfolgt die Geruchsbildung über einen langen Zeitraum. Registriert wird sie meist erst nach etwa 20 bis 30 Jahren. Durch eine Raumluftmessung lassen sich Schadstoffe feststellen. Im Gegensatz zu Formaldehyd sind Chloranisole nicht gesundheitsschädlich. Das Problem ist vielmehr der muffige Geruch, der sich bereits bei geringer Konzentration im Haus verbreitet. Der Schadstoff Formaldehyd hingegen ist nicht riechbar.

Gesundheitsgefährdung durch Schadstoffe

Chloranisol geht zwar mit starker Geruchsentwicklung einher, jedoch ist es unter gesundheitlichen Aspekten kaum relevant. Formaldehyd hingegen ist ein Stoff, der die Gesundheit angreifen kann. Weitere Schadstoffe, die in Häusern gesundheitliche Probleme verursachen können, sind Polychlorierte Biphenyle (PCB). Sie wurden bis zu ihrem Verbot im Jahr 1978 als Flammschutzmittel und Weichmacher eingesetzt.

Entstehung von Chloranisolen

Auslöser für Chloranisolgeruch sind Schutzmittel in den Hölzern eines Hauses, die den Wirkstoff PCP (Pentachlorphenol) enthalten. Durch praktische Sanierung und wissenschaftliche Untersuchungen wurden dazu folgende Erkenntnisse gewonnen:

  • Chloranisole entstehen aus einer mikrobiellen Aktivität der Verunreinigungen in Holzschutzmitteln, darunter TeCP (Tetrachlorphenole) und TCP (Trichlorephenole)
  • Feuchtigkeit und Formaldehyd spielen vermutlich eine maßgebende Rolle als Reaktionsinitiatoren bzw. -beschleuniger

Für den muffig-modrigen Geruch wird vor allem Feuchte und nicht Formaldehyd verantwortlich gemacht. Bestätigung findet diese Annahme in der Tatsache, dass – mit wenigen Ausnahmen – ausschließlich Außenbauteile eines Hauses für die Geruchsbelästigung sorgen.

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Feststellung der Geruchsquelle

Eine Raumluftmessung gibt Aufschluss über den Verursacher des unangenehmen Geruchs. Sind Schimmelpilze verantwortlich, finden wir heraus, welche Bereiche von Feuchtigkeit betroffen sind. Oftmals sind ein Wasserschaden, erhöhte Kondensfeuchte an den Wänden oder falsches Lüften verantwortlich.

Unsere bewährten Methoden, um muffig-modrige Gerüche zu entfernen

Das direkte Entfernen von PCP aus Hölzern ist leider nicht möglich. Infrage kommt stattdessen eine Sanierungsmaßnahme, bei der die Fassade komplett zurückgebaut wird. Anschließend werden die Gefache und die erreichbaren Holzständer mit Schutzanstrichen behandelt und die Dämmung erneuert. Der neue Fassadenaufbau erfolgt dann mit einem Wärmedämmverbundsystem in Putz- oder Klinkeroptik. Eine andere Möglichkeit ist die Sanierung der Außenwand von innen. Auch hier werden die Außenwände komplett zurückgebaut, allerdings erfolgt der Rückbau bis zur äußeren Fassadenplatte von innen wie folgt:

  • Entfernen der inneren Wandbeplankung
  • Ausbau der belasteten Mineralfaserdämmung unter Beachtung der TRGS 521
  • Rückbau der äußeren Spanplatte
  • Behandlung der erreichbaren Konstruktion mit Schadstoffvernichter

Das erreichbare Ständerwerk und die verbleibenden Spanplattenkanten werden mit einem biologisch unbedenklichen Schadstoffvernichter behandelt. Eine staatliche Zulassung des eingesetzten Produktes liegt vor.

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